Das DigiG und seine Bedeutung für KRITIS-Unternehmen
Die Digitalisierung verändert das Gesundheitswesen grundlegend. Mit dem Digital-Gesetz (DigiG) hat die Bundesregierung einen entscheidenden...
7 Min. Lesezeit
Marc ten Eikelder
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21.02.25 12:00
Digitale Kommunikation ist das Rückgrat moderner Unternehmen. Sie ermöglicht den schnellen Austausch von Informationen, fördert die Zusammenarbeit und sorgt für reibungslose Abläufe. Doch mit der zunehmenden Vernetzung steigen auch die Risiken. Cyberkriminelle nutzen unsichere E-Mails, ungeschützte Messenger-Dienste oder unverschlüsselte Cloud-Speicher als Einfallstore für Angriffe.
Die NIS-2-Richtlinie setzt strengere Sicherheitsstandards und verpflichtet betroffene Unternehmen, ihre Kommunikationswege gegen digitale Bedrohungen abzusichern. Doch welche konkreten Maßnahmen sollten Sie ergreifen, um Ihre digitale Kommunikation vor Cyberangriffen zu schützen?
In diesem Beitrag erfahren Sie:
Unternehmen stehen vor einer wachsenden Bedrohungslage. Cyberkriminelle nutzen Sicherheitslücken in ungeschützten Kommunikationskanälen, um sensible Daten abzufangen oder zu manipulieren. Wer keine geeigneten Schutzmaßnahmen implementiert, setzt sein Unternehmen erheblichen Risiken aus.
Eine der größten Bedrohungen ist Phishing. Hierbei werden gefälschte E-Mails oder Messenger-Nachrichten verwendet, um Mitarbeitende dazu zu bringen, vertrauliche Informationen preiszugeben oder auf schädliche Links zu klicken. Gelingt es Angreifern, Zugangsdaten oder interne Informationen zu stehlen, kann dies schwerwiegende Folgen haben – von Identitätsdiebstahl bis hin zu weitreichenden Sicherheitsvorfällen.
Ebenfalls gefährlich sind Man-in-the-Middle-Angriffe. Dabei schalten sich Angreifer unbemerkt zwischen zwei Kommunikationspartner und lesen oder manipulieren die übertragene Kommunikation. Ohne eine starke Verschlüsselung bleiben solche Angriffe oft unbemerkt und können zu massiven Datenlecks führen.
Ein weiteres Risiko sind unzureichende Zugriffskontrollen. Wenn Authentifizierungsmechanismen fehlen, können Unbefugte Zugriff auf kritische Daten oder Systeme erhalten. Auch unzureichende Verschlüsselung ist ein weit verbreitetes Problem. Wer Daten unverschlüsselt über E-Mail oder Cloud-Dienste austauscht, läuft Gefahr, dass diese abgefangen und missbraucht werden.
Doch es gibt wirksame Maßnahmen, um diese Bedrohungen zu minimieren. Die konsequente Umsetzung der NIS-2-Sicherheitsstandards hilft Ihnen, Ihre digitalen Kommunikationskanäle abzusichern und Risiken effektiv zu reduzieren.
Sicherer Datenaustausch bedeutet, dass Informationen geschützt übertragen werden, sodass sie nicht manipuliert oder von Unbefugten abgefangen werden können. Dafür müssen drei zentrale Sicherheitsprinzipien erfüllt sein:
Diese Sicherheitsmechanismen bilden die Grundlage für den sicheren Datenaustausch und sind zugleich Voraussetzung für die Einhaltung der NIS-2-Compliance.
Sie haben verschiedene Möglichkeiten, um Ihre Daten sicher zu übertragen. Die Wahl der richtigen Methode hängt von den individuellen Sicherheitsanforderungen ab.
Ende-zu-Ende-verschlüsselte File-Sharing-Plattformen bieten höchste Sicherheit, da nur autorisierte Empfänger Zugriff erhalten. AES-256, RSA und ECC sorgen für eine starke Verschlüsselung, während Audit-Logs und Berechtigungsmanagement helfen, die NIS-2-Compliance zu erfüllen.
Sichere Dateiübertragungsprotokolle wie SFTP, FTPS und HTTPS schützen Daten während der Übertragung vor unbefugtem Zugriff. SFTP nutzt SSH-Verschlüsselung, FTPS kombiniert FTP mit TLS/SSL, und HTTPS stellt eine sichere Webkommunikation sicher.
Hybride Verschlüsselungslösungen kombinieren symmetrische und asymmetrische Verschlüsselung, um eine optimale Balance zwischen Sicherheit und Performance zu bieten.
Zero-Trust-Modelle verlangen vor jeder Dateiübertragung eine strenge Identitätsprüfung (z. B. MFA und Zertifikate) und verhindern durch Datenklassifizierung unbefugte Weitergabe.
Lückenlose Protokollierung stellt sicher, dass alle Dateiübertragungen in Audit-Logs dokumentiert werden, um den Anforderungen der NIS-2-Richtlinie zu entsprechen.
Einer der wichtigsten Schritte zur Absicherung der digitalen Kommunikation ist die Implementierung moderner Verschlüsselungstechniken. Die NIS-2-Richtlinie schreibt vor, dass sensible Daten sowohl bei der Übertragung als auch bei der Speicherung gegen unbefugten Zugriff geschützt sein müssen.
Dabei spielen drei Verschlüsselungstechniken eine zentrale Rolle:
Symmetrische Verschlüsselung (AES-256) – Diese Methode bietet eine schnelle und effiziente Möglichkeit, große Datenmengen sicher zu verschlüsseln. Sie wird häufig in geschützten Speichersystemen eingesetzt.
Asymmetrische Verschlüsselung (RSA, ECC) – Ideal für sichere Schlüsselaustausche und digitale Signaturen, um sicherzustellen, dass Daten nur von autorisierten Empfängern entschlüsselt werden können.
Hybrid-Verschlüsselung – Eine Kombination aus beiden Verfahren, die höchste Sicherheit mit optimaler Performance verbindet. Besonders für den sicheren Cloud-Datentransfer eignet sich diese Methode hervorragend.
Neben der Verschlüsselung ist die Authentifizierung ein entscheidender Bestandteil der digitalen Sicherheit. Selbst die beste Verschlüsselung hilft wenig, wenn Angreifer gestohlene Zugangsdaten nutzen können, um sich in geschützte Systeme einzuloggen.
Hier setzt Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) an: Statt nur auf ein Passwort zu vertrauen, wird eine zweite (oder sogar dritte) Sicherheitsebene hinzugefügt. Selbst wenn Angreifer ein Passwort kompromittieren, benötigen sie zusätzlich einen weiteren Authentifizierungsfaktor.
MFA basiert auf der Kombination von drei möglichen Faktoren:
Kombiniert man diese Faktoren, entsteht eine deutlich höhere Sicherheitsschicht. Unternehmen sollten daher sicherstellen, dass MFA für alle sicherheitskritischen Systeme verpflichtend aktiviert ist, insbesondere für:
Durch die Implementierung von MFA reduzieren Unternehmen das Risiko von Identitätsdiebstahl, Phishing-Angriffen und unbefugtem Zugriff erheblich und erfüllen zugleich eine der Kernanforderungen der NIS-2-Richtlinie.
Die NIS-2-Richtlinie fordert von Unternehmen spezifische Maßnahmen, um die Sicherheit der digitalen Kommunikation zu gewährleisten. Dazu gehören:
Eine der wichtigsten Maßnahmen für den sicheren Datentransfer gemäß NIS-2 ist die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE). Diese schützt Daten sowohl während der Übertragung als auch bei der Speicherung vor unbefugtem Zugriff. Ergänzend dazu sollten Sie hybride Verschlüsselungslösungen nutzen, um den sicheren Datentransfer in Cloud-Umgebungen zu gewährleisten und Ihre sensiblen Daten abzusichern.
Neben der Verschlüsselung spielt die Authentifizierung eine zentrale Rolle. Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) stellt sicher, dass nur autorisierte Personen auf sensible Informationen zugreifen können. Zusätzlich sorgen Zero-Trust-Modelle dafür, dass jeder Zugriff individuell überprüft wird. Mit MFA schützen Sie Zugänge zu kritischen Systemen und reduzieren das Risiko von Identitätsdiebstahl erheblich.
Standardisierte Protokolle wie SFTP, HTTPS und FTPS garantieren eine geschützte Datenübertragung. Vermeiden Sie ungeschützte E-Mails und Messenger-Dienste und etablieren Sie sichere Kommunikationslösungen mit sicheren Übertragungsprotokollen.
Die NIS-2-Richtlinie fordert eine umfassende Dokumentation aller sicherheitsrelevanten Aktivitäten. Auch die Schulung und Sensibiliserung Ihrer Mitarbeitenden nimmt bei NIS-2 eine zentrale Rolle ein. Regelmäßige Sicherheitsanalysen, Audit-Logs und Compliance-Berichte sind essenziell, um Sicherheitsmaßnahmen zu optimieren und Nachweispflichten zu erfüllen.
Die Einhaltung der NIS-2-Richtlinie ist daher ein kontinuierlicher Prozess. Ergreifen Sie frühzeitig Maßnahmen, um sich auf die neuen Sicherheitsanforderungen vorzubereiten. Durch die frühzeitige Umsetzung dieser Maßnahmen stellen Sie sicher, dass Ihre digitale Kommunikation nicht nur den gesetzlichen Anforderungen entspricht, sondern auch langfristig vor Cyberangriffen geschützt ist. Die folgenden Schritte helfen Ihnen, Ihre digitale Kommunikation sicher und konform zu gestalten:
Identifizieren Sie potenzielle Schwachstellen in Ihren Kommunikationskanälen. Prüfen Sie, welche Systeme besonders gefährdet sind und wo technische oder organisatorische Lücken bestehen.
Nutzen Sie Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE) sowie hybride Verschlüsselungsmethoden, um sensible Daten sowohl während der Übertragung als auch bei der Speicherung zu schützen.
Setzen Sie MFA für alle sicherheitskritischen Anwendungen ein, um unbefugten Zugriff zu verhindern und die Authentizität der Benutzer sicherzustellen.
Ersetzen Sie unsichere E-Mail- und Messenger-Dienste durch sichere File-Sharing-Plattformen und verschlüsselte Übertragungsprotokolle wie SFTP, HTTPS und FTPS.
Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Sicherheitsmaßnahmen und schulen Sie Ihre Mitarbeitenden in Bezug auf Cybersecurity-Bedrohungen, Phishing-Erkennung und Best Practices für den sicheren Datenaustausch.
Erstellen Sie klare Richtlinien für die Meldung von Sicherheitsvorfällen und stellen Sie sicher, dass diese Fristen den NIS-2-Meldepflichten entsprechen.
Stellen Sie sicher, dass Nutzer nur die für sie notwendigen Daten einsehen und bearbeiten können. Setzen Sie auf rollenbasierte Zugriffskontrollen und eine Zero-Trust-Architektur, um das Risiko von Insider-Bedrohungen zu minimieren.
Halten Sie alle sicherheitsrelevanten Maßnahmen und Vorfälle in detaillierten Audit-Logs fest. Dies erleichtert nicht nur die Einhaltung von NIS-2, sondern auch die Vorbereitung auf Sicherheitsüberprüfungen durch Aufsichtsbehörden.
Wer die NIS-2-Vorgaben ignoriert, setzt sich erheblichen Risiken aus – sowohl finanziell als auch rechtlich. Bei Verstoß bzw. Nicht-Erfüllung der NIS-2-Vorgaben, drohen erhebliche Strafen:
Die NIS-2-Richtlinie macht es zur Pflicht, digitale Kommunikationswege umfassend zu sichern. Unternehmen, die nicht rechtzeitig handeln, setzen sich nicht nur hohen Bußgeldern, sondern auch einem erheblichen Cyberrisiko aus.
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, bestehende Sicherheitsmaßnahmen zu überprüfen und auf den neuesten Stand zu bringen. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Multi-Faktor-Authentifizierung und sichere Dateiübertragungsprotokolle sind entscheidend, um Cyberangriffe abzuwehren und die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen.
Indem Sie nun auf moderne Schutztechnologien setzen, stärken Sie nicht nur Ihre Sicherheitsinfrastruktur, sondern schaffen eine zukunftssichere digitale Kommunikation, die den Vorgaben der NIS-2 Richtlinie entspricht.
Mit clientseitiger Verschlüsselung, einem feingranularen und rollenbasierten Benutzer- und Rechtemanagement sowie sicheren Freigabelinks unterstützt Sie DRACOON File Sharing bei der Einhaltung der strengen NIS-2-Vorgaben zum Thema Datenaustausch. DRACOON stellt sicher, dass Ihre sensiblen Informationen jederzeit geschützt sind – sowohl intern als auch extern.
Unsere zentrale Cloud-Plattform mit verschlüsselten und virtuellen Datenräumen vereint höchste Sicherheitsstandards mit Benutzerfreundlichkeit und Effizienz. Auszeichnungen wie die BSI C5 Typ 2 Testierung sowie Zertifizierungen nach ISO Normen 27001, 27017 und 27018 garantieren Ihnen ein vertrauenswürdiges und DSGVO-konformes Umfeld für Ihre Daten. Die umfassende Protokollierung aller Vorgänge im Audit-Log stellt sicher, dass Sie jederzeit volle Transparenz und Kontrolle über Ihre Datenbewegungen haben.
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